Stefan Ennemoser
Stefan Ennemoser - Trompeter

Lebenslauf

Stefan Ennemoser, geboren 1975.

Ich studierte Trompete am Tiroler Landeskonservatorium und an der Universität MOZARTEUM Salzburg. Im November 2001 Diplomprüfung und Verleihung des Titels Magister artium.

Von 1996 bis 1998 Mitglied des GUSTAV-MAHLER-Jugendorchester. Dort durfte ich mich unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Bernhard Haitink, Kent Nagano und Pierre Boulez weiterentwickeln. Von 1997 bis 1999 sammelte ich als 1. Trompeter des BRUCKNER-ORCHESTER-LINZ weitere Orchestererfahrung. Weiters bis 2005 Substitut der Wiener Symphoniker und des Tiroler Symphonieorchester Innsbruck.

"...Vor allem die überaus begabten Holz- und Blechbläser konnten dabei ihr Können unter Beweis stellen, allen voran der aus Österreich stammende Trompeter Stefan Ennemoser." Wiener Zeitung zur Aufführung von Strawinskys „Petrouschka" bei den Salzburger Festspielen 1998

1999 Rückkehr an das Tiroler Musikschulwerk als Lehrer für Trompete. Dort unterrichtete ich schon vor meinem Engagement nach Linz.

Die Jahre 2000 bis 2005 sind vor allem durch kammermusikalische Arbeit auch im Bereich der Neuen Musik geprägt. Zu nennen sind die Ensembles WINDKRAFT TIROL, und das TIROLER ENSEMBLE FÜR NEUE MUSIK (TENM). Am fruchtbarsten jedoch die Arbeit mit dem MERLIN ENSEMBLE WIEN: Engagements  mit Strawinskys Geschichte vom Soldaten und Marsalis´ The Fiddler´s Tale führten uns unter anderem zum Musikfest Bremen, zum Tübinger Theater Sommer, zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen, ans Berliner Ensemble, zum Carinthischen Sommer, zum Klangbogen Wien und zur Biennale Zagreb.

"... and it is doubtful that even Marsalis could play his own music better than trumpeter Stefan Ennemoser." www.andante.com zur Aufführung von Marsalis´ "The Fiddler´s Tale" beim Klangbogen Wien, 2002

Seit 2005 erweitert sich meine Konzerttätigkeit als Mitglied des NATURTROMPETENENSEMBLE ELISEO zusehends auch auf die Barocktrompete, die mittlerweile im Zentrum meiner musikalischen Arbeit steht. Regelmäßig musiziere ich etwa mit den Orchestern WIENER AKADEMIE, LA BANDA, MARINI CONSORT INNSBRUCK, TIROLER BAROCKINSTRUMENTALISTEN. Berufliches Zentrum bildet nach wie vor meine Unterrichtstätigkeit am Tiroler Musikschulwerk.

 

Merlin Ensemble Wien mit Karl Markovic

Meine Begeisterung für kammermusikalisches Musizieren in szenischem Kontext begründet sich aus der intensiven Arbeit mit dem MERLIN ENSEMBLE WIEN. Gemeinsam mit Lore Brunner und Manfred Karge spielten wir seit dem Jahr 2000 Igor Strawinskys "Geschichte vom Soldaten" und Wynton Marsalis´ "The Fiddler´s Tale" unter anderem bei Musikfest Bremen, Klangbogen Wien, Carinthischer Sommer, Lundwigsburger Schlossfestspiele, am Berliner Ensemble, an der Oper Leipzig und noch öfter. - Immer mit Begeisterung!

Zuletzt führten wir "Die Geschichte vom Soldaten" im Herbst 2015 gemeinsam mit Karl Markovic in Graz auf.

Auch die interessantesten Produktionen mit dem Tiroler Ensemble für Neue Musik (TENM) fanden im Musiktheater statt: Wie "Stallerhof" oder "Der Kaiser von Atlantis" am Tiroler Landestheater.

 

 

Ensemble Eliseo

Seit etwa 2005 steht die Barocktrompete im Zentrum meiner musikalischen Tätigkeit. - Das Naturtrompetenensemble Eliseo, gegründet von meinen Freunden seit Studienzeit - Martin Patscheider und Christian Gruber - ist hier die Basis für alle weitere Arbeit. Zahlreiche Orchester wissen seit Jahren die Qualität unseres gut eingespielten Trompeten- und Pauken-Satzes zu schätzen!

So musizieren wir regelmäßig gemeinsam mit Orchestern wie Wiener Akademie,  Capella Wilthinensis, La Banda Augsburg, Tiroler Barockinstrumentalisten, L´arpa festante und vielen mehr.

Merlin Ensemble Wien

TENM

Naturtrompetenensemble ELISEO

Wiener Akademie

Capella Wilthinensis

La Banda

Tiroler Barockinstrumentalisten

 

 

Der Musiker als Lehrer - der Lehrer als Musiker

 

Jeder gute Musiker MUSS auch Lehrer sein!

Denn er hat ja zumindest einen (oft recht schwierigen) Schüler, nämlich sich selbst!

Am Tiroler Musikschulwerk - einer der wohl besten diesbezüglichen Institutionen im deutschsprachigen Raum - unterrichte ich Trompetenschüler von 5 Jahren bis ins Erwachsenenalter.
Dass ich mich somit immer wieder aufs neue mit den Grundlagen des Trompetenspiels auseinandersetzen muss, hat mir selbst schon mehrmals Türen im eigenen Fortkommen geöffnet. - Unterricht sozusagen als Supervision für den Lehrer selbst.

Noch mehr bin ich  überzeugt:
Jeder Instrumental-Lehrer MUSS auch aktiver Musiker sein!

Denn guter Trompetenunterricht setzt vor allem voraus, dass der Lehrer imstande ist, sich buchstäblich in den Schüler hineinzuversetzen. Er muss die physiologischen Abläufe des Schülers beim Trompetenspiel mitempfinden können. Das funktioniert nur, wenn auch der Lehrer selbst sich täglich mit seinem Instrument auseinander setzt.

Deshalb halte ich die immer wieder versuchte Trennung der Berufsbilder des "Musikers" und des "Instrumentalpädagogen" für sehr hinterfragenswert.

 

 

Mein Konzept

 

Die Trompete - ein unvollständiges Instrument

Alle Musikinstrumente bestehen aus einem Tonerzeuger (Generator) und einem Tonverstärker (Resonator).
Ersteres wäre etwa bei einer Geige die Saite, die, durch den Bogen in Schwingung versetzt, den Ton erzeugt, der dann durch die Resonanz des Korpus verstärkt wird.

Einzig Blechblasinstrumente bestehen bloß aus einem Resonator!
Der Ton wird, wie sonst nur beim Sänger, vom Körper des Musikers erzeugt. - In diesem Fall ist es die Lippe, die durch den Luftstrom der Ausatmung zum Schwingen angeregt wird.

Deshalb ist es notwendig, dem Schüler nicht nur die Musik näher zubringen, sondern zu aller erst das Musikinstrument sozusagen fertig zu konstruieren. Denn der Trompeter ist Teil seines Instruments. Er selbst ist der Tongenerator!

 

Die Tonerzeugung erlernen

Jeder junge Trompetenschüler bringt natürliche oder schon erlernte Fertigkeiten mit (wie sprechen oder pfeifen), die sich zur Erlernung einer guten Tonerzeugung als Bild und Grundlage verwerten lassen.

Nach einem gelungen Start ist es aber sehr bald wichtig - wie ein Sportler - Geschicklichkeit und Kraft auch abseits des Trompetenspiels zu trainieren! Wie ein Skirennläufer Gleichgewicht, Ausdauer und Kraft nicht auf der Piste sondern im Turnsaal trainiert, so gibt es auch für den Trompeter zahlreiche "Trockenübungen" die immens wichtig sind, um dem Körper neue Möglichkeiten zu erschließen!

An diesem Punkt angelangt, achte ich vor allem auf eine saubere "Arbeitsteilung" der beteiligten physiologischen Funktionen. Natürlich im Bewusstsein, dass am Ende genau das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Funktionen den Erfolg bringt.
Aber auch in einer erfolgreichen Fussballmanschaft lernt der Tormann die Bälle zu fangen, nicht der Stürmer!

Oft ist zu beobachten, dass vor allem dem Atmungsapparat oder der Lippe die falschen Aufgaben übertragen werden, was dazu führt, dass dem Trompeter der Ton buchstäblich "im Hals stecken bleibt".

Unterschätzt wird im hingegen häufig die wichtige Arbeit der Zunge nicht nur für die Artikulation, sondern vor allem für die Änderung der Tonhöhe!

 

Die Geige als Beispiel

Der Bogen bringt zwar die Saite zum Schwingen, der Bogen ändert aber nicht durch höheren Druck oder irgendwie sonst die Tonhöhe. - Das macht die Griffhand.

Übertragen auf die Trompete heißt das: Die Luft (=Bogen) bringt die Lippe (=Saite) zum Schwingen. Die Geschwindigkeit der Schwingung (=Tonhöhe) wird aber durch die Zunge (=Griffhand) gesteuert!
Denn die Zunge ist im Stande, wie eine Düse die Geschwindigkeit der Luft unmittelbar vor der Lippe zu beinflussen.

 

Wenn man dann ein gutes Instrument "gebaut" hat, macht das Musizieren richtig Spass!

 

 

 

 

Viele Orchester- oder Kammermusikkonzerte werden für Rundfunk- oder CD- Produktionen mitgeschnitten.

In den letzten Jahren durfte ich vor allem bei Produktionen des Orchesters Wiener Akademie mitwirken.

Außerdem freue ich mich sehr über die CD "Die Geschichte vom Soldaten" mit dem Merlin Ensemble Wien. (2002)

Als Gast der Akademie für Alte Musik Berlin durfte ich auch meinen kleinen Beitrag zur Produktion von Mendelssohns "Elias" mit dem RIAS Kammerchor Berlin leisten. (2015)

 

Meine Adresse

Mag. Stefan Ennemoser
Musiker
Ing.-Etzel-Straße 69c
A-6020 Innsbruck
Österreich

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Wo ich bin

Mag. Stefan Ennemoser - Musiker